Pfarrkirche Maria am Berg

Der Astl-Altar

Der Astlaltar in der Hallstätter Pfarrkirche zählt zu den ganz großen Meisterwerke der spätgotischen Schnitzkunst. Dieser prachtvolle Flügelaltar entstand in den Jahren 1510 bis 1520.

Wir kennen sogar den Namen des Künstlers. Am Schultertuch eines Hohen Priesters – diese Darstellung ist nur in der Weihnachtszeit zu sehen, wenn das zweite Flügelpaar geschlossen ist -  sind ein paar Buchstaben zu entziffern: …onhart Astl. Ein Leonhart Astl hatte in der Gegend um Gmunden seine Werkstatt. Es war also ein heimischer Künstler, der dieses Meisterwerk geschaffen hat.

Durch die doppelten Flügelpaare hat der Altar drei Gesichter:

  • das Bild, das wir im Laufe des Jahres sehen
  • zur Advent- und Weihnachtszeit werden die Außenflügel geöffnet. Zum Vorschein kommen vier Tafelbilder und vier Reliefs, darunter die Darstellung der Beschneidung des Herrn, auf der sich Leonhart Astl verewigt hat.
  • in der Fastenzeit werden beide Flügelpaare geschlossen, auf den Tafelbildern wird das Leben Christi dargestellt

Der Hauptschrein zeigt Maria mit dem Jesuskind, links die Heilige Katharina, rechts die Heilige Barbara.

Auf den Tafeln die Geburt Mariens und Maria Verkündigung (oben), Darbringung im Tempel und Mariens Tod (unten)

Der neugotische Kreuzaltar

Er hat schon zwei Jahrhundertwende erlebt, der im Jahr 1890 nach dreijähriger Arbeit fertiggestellte neugotische Kreuzaltar.

Abgesehen von der religiösen Aussage ist das Besondere an diesem Werk, dass es von den Lehrern und Schüler der Hallstätter Holzfachschule geschaffen wurde.

Seit dem Schuljahr 1873/74 gibt es die k.k. Fachschule für Holzschnitzerei und Marmorbearbeitung, die vom k.k. Handelsministerium gegründet wurde.

Auch der neugotisch Kreuzaltar ist ein Flügelaltar und wird in der Adventszeit geschlossen. Auf den bemalten Außenflügel sieht man dann eine Darstellung der vier apokalyptischen Reiter und des Jüngsten Gerichtes, da der Advent ja eine ambivalente Vorbereitungszeit ist, in der man sich zuerst auf das Kommen Jesu am Ende der Zeit – also am Jüngsten Tag – und in zweiter Linie auf sein Kommen als Kind in Bethlehem zu Weihnachten vorbereitet.

Anlass für die Kreuzigungsthema dieses Altars war die gotische Kreuzigungsdarstellung, die heute im Eingangsbereich der Kirche steht.

Sie schmückte bis zur Restaurierung und Regotisierung der Kirche im Jahr 1895 den linken Chorraum.

Der Knappenaltar

Das Werk eines unbekannten Hallstätter Bergmanns oder eines Teams, das im Auftrag der Saline arbeitete. Um 1450 entstand dieses spätgotische Meisterwerk.

„Eine ungewöhnlich lebendige, weit über die bloße Realistik der Szene hinausgehende Kreuzigungsgruppe“, so Professor Rudolf Lehr ein Wahlhallstätter in seinem Buch „Hallstatt – Schönheit und Schätze, 1985.

Zwei Jahre später wurden die vier gemalten Flügeltafeln gestohlen.

Die Flügel wurden danach mit Schwarz-Weiß-Repliken ausgestattet. Die gestohlenen Bilder wurden 30 Jahre später in Italien gefunden, 2017 an Österreich rückerstattet und 2018 restauriert.

Bei der Barbaramesse 2018 wurde der restaurierte Knappenaltar durch die Weihe wieder seiner Bestimmung übergeben.

Öffnungszeiten der Pfarrkirche Maria am Berg - Opening hours of the parish church Maria am Berg

Winter: ca. 9:00 Uhr bis 15:30 Uhr, Samstag und Sonntag ca. 17:00 Uhr - Sommer: ca. 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr bzw. 17:00 Uhr.

Winter: approx. 9:00 am to 3:30 pm, Saturday and Sunday approx. 5:00 pm - Summer: approx. 9:00 am to 6:00 pm or 5:00 pm.

Die nächsten Gottesdienste

Heilige Messe zum 1. Fastensonntag A

- Pfarrkirche Maria am Berg

10:30 Uhr  Heilige Messe mit Aschenkreuz und Kreuzweggedanken in der Pfarrkirche, anschließend Fastensuppenessen zugunsten der "Aktion Familienfasttag"